In wenigen Schritten zur eigenen Webseite (ohne Vorkenntnisse)

Ich möchte euch heute einmal zeigen, wie schnell es geht eine eigene Webseite zu erstellen. Ich richte mich in diesem Beitrag an Privatpersonen und Kleinunternehmer, die eine eigene Webseite erstllen möchten, aber so gut wie gar keine Ahnung haben, wie das ganze vonstatten geht.

Was brauchen wir?

1.) Registrar (in diesem Beispiel 1und1)
Beim Registrar wird die eigene Webadresse eingetragen/registriert. Hier kann ich sofort sehen, welche Domain noch erhältlich ist und nach der passenden Domain für das eigene Projekt suchen. Je nachdem zu welchen Zweck ich die Webseite betreiben möchte, sollte hier gut überlegt werden welchen Namen man für die eigene Internetpräsenz wählt. Da die Domain auch einen Einfluß auf das Ranking bei Suchmaschinen hat, ist es ratsam einen Namen zu wählen, der zum Unternehmen passt. Das ist aber kein Garant für den Erfolg einer Webseite und viele große Internetunternehmen, haben ihren Geschäftskern nicht in den Domainnamen integriert (google.com=Suchmaschine, ebay.de=Auktionen, zalando.de=Kleidung etc.).
Ich habe in diesem Beispiel die Webadresse smartphonedaten.de gewählt, da ich unter dieser Adresse ein neues Projekt plane.

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Prima, meine Wunschadresse war noch nicht vergeben. Gleichzeitig wurden mir ein paar Alternative Adressen vorgeschlagen

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Die Domain kostet mich bei 1und1 0,29 Euro/Monat. Da ich meine Webseite woanders hoste, wähle ich auch nur die Domain Registrierung. Man kann seine Seite natürlich auch bei 1und1 hosten. Ich habe den Registrar und den Hoster aber lieber getrennt.
Nachdem man nun die Webadresse registriert hat wird die Domain eingerichtet. Dies kann bis zu 24 Stunden dauern. Wenn das ganze fertig ist, bekommt man eine Email.

2.) Webhoster (in diesem Beispiel Certified Hosting)
Die Domain Regstrierung dauert ein paar Stunden und wir nutzen die Zeit um uns bei einem Hoster anzumelden. Bei dem Webhoster richtet man seine Webseiten ein, hier befindet sich die Software zum einrichten und konfigurieren. Bei verschiedenen Webhostern wird unterschiedliche Software im Login Bereich verwendet. Das vermutlich bekannteste Konfigurationstool nennt sich cPanel. Ich kann es jedem Webseitenbetreiber nur wärmstens ans Herz legen, einen Hoster zu suchen, der cPanel verwendet. Möchte man später einmal den Hoster wechseln, ist es wesentlich einfacher wenn sowohl der neue als auch der alte Hoster cPanel verwenden. Ich persönlich hoste alle meine Seiten bei Certified Hosting, da ich mit dem Support und der Performance mehr als zufrieden bin.
Die Prozedur ist bei jedem Hoster, der cPanel anbietet die gleiche. Wenn Du dich gerade erst bei einem neuen Hoster anmeldest, wirst Du beim anmelden nach dem Domain Namen gefragt. Hier gibst Du den Namen an, den Du bei (in diesem Fall) 1und1 registriert hast.
Wenn Du bereits einen cPanel Hoster hast, musst Du nur eine Domain im cPanel Bereich hinzufügen:
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Unter Domains auf Addon Domains klicken.

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Hier wird der Name der Domain eingetragen.

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Wir richten auch gleich eine Datenbank ein….auf MySQL Databases klicken und dann auf Add Database.

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Der Name ist im Grunde egal, aber wenn man mehrere Seiten betreibt, sollte man einen Namen wählen der mit der Domain in Verbindung steht, sonst kommt man nachher mit den Datenbanken durcheinander. Ich habe SPD für smartphonedaten gewählt….
Danach muss noch ein User eingerichtet werden und dieser der Datenbank zugewiesen werden:
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Wenn inzwischen die Registrierung beim Registrar fertig ist können wir die Nameserver einrichten. Am einfachsten lässt es sich feststellen, indem man die neue Adresse im Browser eingibt. Entweder kommt eine Fehlermeldung und die Seite wird nicht gefunden, oder das ganze sieht inzwischen in etwa so aus:
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Wir loggen uns also wieder bei 1und1 ein und ändern den Nameserver (DNS-Einstellungen bearbeiten):
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Den Namen vom Nameserver bekommst Du von deinem Hoster, in der Regel steht der in der Begrüßungsmail.
Das war es eigentlich erstmal, jetzt muß nur noch das CMS (Content Management System) installiert werden.
Inzwischen benutze ich eigentlich nur noch WordPress. Vor einigen Jahren habe ich auch noch mit Joomla gearbeitet, aber WordPress ist inzwischen so vielseitig, dass ich persönlich nichts anderes mehr brauche.

3.) CMS (in diesem Fall WordPress)
Wir haben jetzt unsere Domain registriert und die Seite bei dem Hoster eingerichtet. Jetzt geht es endlich los mit der Installation der Webseite. Als allererstes laden wir uns WordPress runter. Die neueste deutsche Version gibt es hier.
Diese .zip Datei speichern wir auf unserem Rechner.

Nun loggen wir uns wieder bei cPanel ein, klicken auf den Filemanager und gehen in das Root Verzeichnis unserer Domain:
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Jetzt klicken wir auf Upload und laden die .zip Datei in das Root Verzeichnis:
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Jetzt die Datei anklicken und auf „Extract“ klicken.
Danach befindet sich ein Ordner mit dem Namen WordPress im Root Verzeichnis. Wir öffnen den Ordner indem wir das Ordnersymbol anklicken und markieren alle Dateien und Unterordner, die sich im WordPress Ordner befinden. Danach klicken wir auf Move, um die Dateien eine Ebene höher zu verschieben. Würden wir dies nicht tun, würden wir unseren Blog in das WordPress Verzeichnis installieren und unsere Webadresse würde http://meineseite.de/wordpress heißen und nicht wie gewünscht http://meineseite.de.

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So jetzt haben wir alles im Root Verzeichnis. Wenn wir nun unsere Webadresse aufrufen, sollte es so aussehen:
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Wir tragen nun unsere Daten in die Felder ein:
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Sowohl Datenbank Name, Benutzername und Passwort haben wir ja unter MySQL erstellt. Bei Datenbank Host gilt in der Regel localhost und unter Tabellen Präfix steht bereits wp_ was durchaus übernommen werden kann aber im Grunde egal ist.

Wenn Du alles richtig eingetragen hast erscheint als nächstes die folgende Meldung:
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Jetzt wird die Installation ausgeführt:
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Du musst hier den Namen Deiner Webseite eintragen und den Usernamen. Mit dem Usernamen logst Du Dich später ein und dieser steht bei den meisten WordPress Themes auch unter Deinen Beiträgen. Der angezeigte Name kann später geändert werden, der Username aber nicht !!!

Nach dem nächsten Klick ist alles fertig:
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Und die Seite sieht in etwas jetzt so aus:
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Herzlichen Glückwunsch, Deine Seite ist fertig. Du kannst Dich nun mit Deinem Usernamen einloggen und loslegen.
Es gibt unzählige Themes und Plugins. Ich werde hier in einem späteren Beitrag die wichtigsten Einstellungen erklären.

Author: lex

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